Inhaltlich geprüft und verantwortlich: Frank Willeke
Wie bekommt man aus Feuerstein eine funktionierende Pfeilspitze? Und wie lässt sich herausfinden, mit welchen Werkzeugen Menschen vor Tausenden Jahren gearbeitet haben? Genau an solchen Fragen setzt die Ausstellung „Studieren, Probieren, Experimentieren“ im Stader Schwedenspeicher an.
Die Ausstellung blickt auf mehr als 20 Jahre Experimentelle Archäologie am Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg. Studierende und Dozierende versuchen dabei nicht nur, archäologische Funde zu beschreiben. In dokumentierten Versuchen rekonstruieren sie alte Techniken und prüfen praktisch, wie Gegenstände hergestellt oder benutzt worden sein könnten.
Geschichte nicht nur hinter Glas
Das macht den Ansatz besonders anschaulich: In der Ausstellung werden Originale, Repliken und Objekte gezeigt, die während der Experimente entstanden sind. Begleitangebote laden Familien und Interessierte außerdem dazu ein, selbst auszuprobieren und zu experimentieren.
Für den Schwedenspeicher passt das gut. Das Museum beschäftigt sich ohnehin mit Archäologie, Stadtgeschichte und Hansezeit. Die Sonderausstellung ergänzt diese Themen um die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen – manchmal eben nicht nur durch Lesen und Vermessen, sondern auch durch praktisches Erproben.
Noch bis Anfang November
Die Ausstellung läuft nach Angaben der Museen Stade vom 10. Mai bis zum 1. November 2026. Der Schwedenspeicher ist dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Termine und mögliche Änderungen sollten vor dem Besuch auf der Originalseite geprüft werden.