NOIO Nah dran. Weit im Blick.
, , , , ,

Forschen in den Ferien: Was die Stader Herbstakademie besonders macht

Inhaltlich geprüft und verantwortlich: Frank Willeke

Während andere Herbstferien machen, wird in Stade programmiert, konstruiert und geforscht. Vom 12. bis 16. Oktober 2026 läuft die Stader Herbstakademie – ein Projekt, das seit 2006 Schüler aus verschiedenen Schulen zusammenbringt.

Robotik trifft Jugend forscht

Das Konzept ist bewusst breit angelegt. Jüngere Teilnehmer sammeln in Robotik-Kursen erste Erfahrungen mit Technik und Programmierung. Ältere Schüler können sich intensiver mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigen und unter anderem Projekte für „Jugend forscht“ vorbereiten.

Nach Angaben der IHK Elbe-Weser gehören dabei auch anspruchsvollere Aufgaben zum Programm, etwa die dreidimensionale Darstellung bewegter Bilder. Entscheidend ist aber nicht nur das Ergebnis: Die Herbstakademie soll vor allem Lust auf forschendes und entdeckendes Lernen wecken.

Mehr als 120 Bewerbungen pro Jahr

Die Nachfrage ist groß. Laut IHK bewerben sich jährlich mehr als 120 Jugendliche auf die angebotenen Plätze. Beteiligt sind unter anderem das Athenaeum, das Vincent-Lübeck-Gymnasium, die Integrierte Gesamtschule Stade und die Jobelmannschule.

Lehrkräfte stellen ihre Zeit und die Schulen Räume zur Verfügung. Die IHK und Unternehmen aus der Stader Wirtschaft finanzieren zusätzliche Betreuung, Materialien und teilweise auch die Verpflegung.

Nachwuchsförderung direkt vor Ort

Für die Region ist das Projekt aus mehreren Gründen interessant. Einerseits bekommen Schüler Zugang zu Technik, Informatik und Naturwissenschaften, ohne dass daraus sofort ein klassischer Schulunterricht wird. Andererseits treffen Schulen, Wirtschaft und Nachwuchsförderung unmittelbar aufeinander.

Die Herbstakademie versteht sich dabei sowohl als Einstieg für jüngere Schüler als auch als Förderung besonders interessierter älterer Teilnehmer. Nach Angaben der IHK kamen in der Vergangenheit alle Stader Preisträger bei „Jugend forscht“ aus dem Umfeld der Herbstakademie.

Präsentation zum Abschluss

Am Freitag präsentieren die Teilnehmer ihre Ergebnisse öffentlich. Damit endet die Woche nicht mit einer internen Bewertung, sondern mit dem Versuch, technische und naturwissenschaftliche Arbeit sichtbar und verständlich zu machen.

Gerade in einer Region mit Industrie, Luftfahrt, Chemie, Energie und vielen technischen Betrieben ist ein solches Angebot mehr als ein Ferienprogramm. Es ist ein kleiner Baustein dafür, junge Menschen früh mit Forschung und Technik in Kontakt zu bringen.


Quelle: IHK Elbe-Weser – Stader Herbstakademie.


← Zurück zu den Artikeln